Österreichische Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin
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Richtlinien/Standards
Anhang 6 Thorax-Sonographie
Thorax
Autor: Jürgen Wieländner   
Letzte Aktualisierung ( Samstag, 22. September 2007 )

1. Ausbildungsinhalte:

1.1. Technische Grundlagen und Sonoanatomie
- Physikalische Grundlagen, technische Grundlagen
- Gerätetechnik, Entwicklungsstand, Geräteeinstellung
- Dokumentationstechnik, Befunddokumentation
- Untersuchungsvorgang, Schnittebenen, Normalbefunde
- Artefakte (allgemein)

1.2. Spezielle Ausbildungsinhalte der Thoraxsonographie - Sonopathologie
1. Brustwand: Weichteile incl. Lymphknoten, knöcherner Thorax, Gefäße (Subclaviathrombose), entzündliche Prozesse, Pancoasttumor.
2. Pleura: Erguß, Erguß-Volumetrie-Schätzung, Pleuraempyem, solide Strukturen, weiterführende Ergußdiagnostik, Mesotheliom, Pleurametastasen, Pneumothorax.
3. Periphere Lungenkonsolidierungen:
a) entzündlich: Pneumonie, Abszeßbildung, Abszeßdrainage, Tuberkulose.
b) neoplastisch: Lungenkarzinome, Lungenmetastasen, diagnostische Punktion.
c) vaskulär: Lungenembolie - Suche nach der Emboliequelle, Rechtsherzbelastung.
d) Atelektasen, Lungenkontusion.
4. Perikarderguß, orientierende Beurteilung der Herzhöhlen und Herzklappen
5. Mediastinum, insbesondere suprasternal, Gefäßverlauf, Lymphknotenstationen
6. Spezielle Artefakte (Spiegelung, Knorpel, u.a.) und Pitfalls

2. Ausbildungserfordernis:

2.1 Grundkurs mit den in 1.1 genannten Inhalten über 8 Stunden, davon mindestens 3 Stunden Praktikum in diesen Inhalten.
Das Praktikum hat den ÖGUM-Richtlinien zu entsprechen.
Für Ärzte mit nachgewiesener Ausbildung in Abdomensonographie oder Echokardiographie entfällt der Grundkurs.

2.2 Spezieller Thoraxsonographiekurs mit den in 1.2 genannten Inhalten über 15 Stunden, davon 3 Stunden Praktikum.

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Anhang 10 Bewegungsapparat
Bewegungsapparat
Autor: Jürgen Wieländner   
Letzte Aktualisierung ( Samstag, 22. September 2007 )

Vorschläge für die Ausbildungskriterien und -erfordernisse, die für Allgemeinmediziner, Rheumatologen, Orthopäden, Sportmediziner, Neurologen, Radiologen und Unfallchirurgen von Interesse sind.

3 Stufen Modell und Rezertifizierung, in Anlehnung an EFSUMB, DEGUM, SGUM.

Stufe 1

- Sichere und genaue Durchführung der Sonographie unten angeführter Regionen nach den guidelines der ESSR (http://www.essr.org).
- Durchführung dynamischer Untersuchungen.
- Darstellen und Erkennen der Normalanatomie.
- Darstellen und Erkennen der wichtigsten Pathologien.
- Diagnose und Darstellung ausgewählter muskuloskelettaler (MSK-) Pathologien
- Wissen um Verwendung der Farbcodierter Duplexsonographie im MSK Formenkreis.

500 Untersuchungen, aufgeteilt nach Regionen (je 50: Hand, Ellbogen, Schulter, Hüfte, Knie, Fuß, sonstige Weichteile).

3 MSK Kurse im Abgleich mit der DEGUM: (44 std)
1. Grundkurs (16 std)
2. Aufbau (16 std)
3. Abschluß (12 std)

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Anhang 1 Vorschläge für die Ausbildungskriterien, Adaptierung
Gyn/Geburtshilfe
Autor: Jürgen Wieländner   
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 15. Oktober 2009 )

Facharztausbildung. ÖGUM Stufe I

Präambel:

Die Stufeneinteilung ist in der Gynäkologie und Geburtshilfe umgesetzt. Die Rezertifizierung der Stufen II und III
ist ebenso im Gange.

Im Gegensatz zur fachlichen Umsetzung ist der entsprechenden Honorierung der erweiterten Untersuchungen in keiner Weise Rechnung getragen. Dies ist auch der Hauptgrund, warum qualifizierte ÖGUM Stufe II Untersucher
und Kursleiter vor allem in der Praxis die Rezertifizierung nicht durchführen. Dem hohen Anforderungsprofil der
erweiterten Untersuchung und dem forensischen Risiko steht keine Honorierung gegenüber.
Somit ist die Stufe II und III in der Gynäkologie und Geburtshilfe überwiegend im klinischen Bereich oder im Privatpatienten Bereich angesiedelt.


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Neue Ausbildungsrichtlinien - Entwurf
Ausbildungsrichtlinien
Autor: Jürgen Wieländner   
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 18. September 2009 )


A. Einleitung

Die Ultraschalldiagnostik hat sich seit dem letzten Beschluss einer Ausbildungsordnung vor 14 Jahren in mehrerlei Hinsicht weiter entwickelt und verändert. Zunehmend mehr Fachrichtungen setzen die Sonographie entsprechend ihren speziellen Erfordernissen im klinischen Alltag ein wie z.B. intraoperative Sonogragphie, US-geführte Regionalanästhesie. Technische Fortschritte wie die Entwicklung portabler Systeme haben das Einsatzspektrum erweitert, insbesondere in der Notfallmedizin. Die Sonographie bewährt sich als strategisches Instrument in der Notfallaufnahme. Neue Untersuchungstechniken wie die Kontrastmittelsonographie eröffnen mit entsprechender Erfahrung neue Optionen.
Andrerseits ist die Sonographie die am besten verfügbare Bild gebende Basisdiagnostik, ohne Strahlenexposition und bei entsprechender Untersuchungsqualität kosteneffizient.

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Urogenitaler Ultraschall
Urologie
Autor: Jürgen Wieländner   
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 5. August 2007 )

Der Ausbildungsinhalt umfasst Niere, ableitende Harnwege, Prostata (auch transrektal) und Skrotum.

Ein 2-Stufenkonzept ist nötig, ein 3-Stufenkonzept sollte dann angestrebt werden, wenn die anderen Fächer ein solches ebenso haben.

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Untersuchungsstandard für die transthorakale Sonographie
Thorax
Autor: Jürgen Wieländner   

Die Thoraxsonographie bietet bei entsprechender Fragestellung bei vielen Erkrankungen des Brustkorbes und der intrathorakalen Organe (exkl. des Herzens, sh. dazu Echokardiographie) bereits primär wichtige und diagnostisch hinreichende Aussagen. Bei einigen Erkrankungen liefert  sie im Kontext mit anderen bildgebenden diagnostischen Verfahren wertvolle Zusatzinformationen. Bei manchen klinisch häufigen Fragestellungen (wie z.B. Pleuraerguss) ist die Thoraxsonographie die beste und per se Methode der Wahl.

An der gesunden Lunge wird der Ultraschall fast völlig reflektiert. Pulmonale Prozesse können mit US erreicht werden, wenn krankheitsbedingt luftfreies Lungengewebe an die viszerale Pleura reicht und dadurch ein Schallfenster eine pathologische Schalltransmission ermöglicht. Schallschatten finden sich am knöchernen Thorax. Die dadurch eingeschränkte Beurteilbarkeit kann durch Atemmanöver teilweise ausgeglichen werden. Transjugulär und parasternal ist das vordere Mediastinum bis zum aortopulmonalen Fenster einsehbar. Als weiterführende Untersuchungsverfahren bieten sich für das Mediastinum und die Lunge die transösophageale und transbronchiale Sonographie an, die allerdings vom Aufwand und der Handhabung invasive Untersuchungsverfahren sind.

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